Tail wags the dog – Ungarn wählt und Europa hofft … alle Demokraten von Kanada bis Taiwan …
Ungarns BSP liegt bei 1% (!) des EU-BSP. Und ist inzwischen ärmer als Rumänien. Trotzdem verhindert, mindestens behindert dieser europäische Kleinstaat alle Reformen der EU seit zehn Jahren. Der Schwanz wackelt inzwischen seit Orbans Wiederwahl in 2010 mit dem EU-Hund.
Orbans FIDESZ hat seitdem die vormals lupenreine Demokratie erst zur illiberalen Republik und inzwischen in eine demokratisch verkleidete Autokratie umgewandelt, die Institutionen ausgeweidet, überall – auch im EU-Brüssel – pro Orban-System-Netzwerke eingerichtet und durch massive Korruption Ungarn zur persönlichen Festung umgebaut.
Es darf gehofft werden, daß Letzteres – die Korruption – das Mittel zur Beseitigung des FIDESZ-Systems wird. Vor allem auch durch die Cleverness, den Fleiß und vor allem das Charisma Peter Magyars, dessen neu gegründete TISZA (Kurzform für Respekt und Freiheit) bei den Wahlen dort die Mehrheit schaffen kann.
Die einfache Mehrheit wird aber nicht reichen.
FIDESZ hat beim Umbau der Institutionen die Wahlbezirke so zugeschnitten, dass dort, wo die progressiven, demokratischen Kräfte stärker sind (Budapest, Györ, …) immer nur ein Kandidat fürs Parlament mandatiert wird.
TISZA braucht zwei Drittel, um eine Regierungsmehrheit zu erreichen.
Die Abwahl Orbans ist vorstellbar. Sie ist trotz TISZAs aktuellem Vorsprung und vor allem der machtvollen Manipulationen durch Russland (GRU-Offiziere arbeiten aus russischer Botschaft in Budapest an dem „Projekt: Abwahl Orbans verhindern“*) nicht sicher.
Orban hat mächtige Helfer. Die globale autokratische Achse.
Sie reicht von Amerika bis Fernost …
und schon geht’s weiter:
Der Standard (Österreich)heute am 05.April:
„Orban beruft Verteidigungsrat ein.“
Panyi Szabolcs, ungarischer Demokratie-Aktivist meldet: Was wir alle befürchtet haben, tritt nun ein: Der ungarische Russland-Experte András Rácz schrieb vor drei Tagen über einen möglichen, von Russland unterstützten Angriff unter falscher Flagge in Serbien, der auf die Gaspipeline nach Ungarn abzielt..
Dieselben Informationen hatten bereits Wochen zuvor mehrere Journalisten, darunter auch Szabolcs, aus Quellen mit Verbindungen zu ungarischen Regierungskreisen erreicht. Nun hat Viktor Orbán bekannt gegeben, dass der serbische Präsident (und Freund Orbans und Putins), Aleksandar Vučić, ihn über „Sprengstoff von verheerender Wirkung“ informiert habe, der an der Gaspipeline zwischen den beiden Ländern gefunden worden sei.
Diese False-Flag-Aktion ist raffinierterweise nicht in Ungarn, sondern auf der serbischen Seite der ungarisch-serbischen Grenze realisiert worden …
Wie gesagt, es bleibt spannend.