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Ergänzung zum ersten Juli-Blog: „Selbstwissen über unser Gehirn“

Geschichte der Menschheit von Cro-Magnon bis Auschwitz oder unterwegs im Raumschiff Erde – seit dem 06.August 1945 in Hiroshima – dem neuen Jahr Null – als Fliegender Holländer.
Anlass zu diesem Spontan-Blog ist noch einmal  Liya Yus aktueller AfD-Umgangsratgeber „Gehirn statt Moral“ und die Erinnerung an Arthur Koestlers „Der Mensch, Irrläufer der Evolution“ (The Brain Explosion), die Spiegel-Rezension (Autor, bisher nicht herausgefunden)aus DER SPIEGEL 5/1978 vom 29.01.1978 und andere Texte aktuellerer Daten …
Koestlers Frage nach der Diagnose der Krankheit, an der die Menschen leiden:  Selbstzerstörungstrieb.
Oder: Konstruktionsfehler ?
Das setzt einen Konstrukteur voraus.
Das alles ist mir zu anthropogen. Der Mensch ist eines der Milliarden Zufallsergebnisse, die kontinuierlich entstehen.
Und der ”Große Konstrukteur” ist ein Mythos. Der fällt also als Verantwortlicher aus.
Keine “Konstruktion”, somit auch keine “Fehlkonstruktion”. Kein“Konstrukteur”, der die Verantwortung für menschengemachtes Unheil trägt.
Keine Theodizee, sondern Anthropodizee.
Die Verantwortung tragen wir Menschen. Schon wieder eine dieser Kränkungen … oder notwendige Wiederholung Darwins Primatologie …
Statt Konstruktion, Evolution, außerhalb menschlichen Ermessens.
Evolution – ein nicht endender Vorgang.
It’s the evolution, stupid. …
… und die Atombombe gehört dazu.
Vorher vielleicht noch die Verbrennung der Biosphäre.
Unmittelbar nach dem zweiteiligen Weltkrieg von 194-1945, in der Zeit von 1946 bis 1966, zählte das US-Verteidigungsministerium 40 mit konventionellen Waffen geführte Kriege.
Zweimal — bei der Berliner Blockade 1948 und bei der Kuba-Krise 1962 — stand die Menschheit in dieser Zeit am Rande eines Atomkrieges.
Ist der Homo sapiens mit einem dreieinigen Gehirn ausgestattet oder mit drei von einander ab und zu miteinander kommunizierenden Gehirnen: einem Reptilien-, einem Säugetier- und einem menschlichen Gehirn?
Die von Koestler in seiner Abhandlung zitierte Papez-MacLean-Theorie erklärt Emotionen als ungeregeltes Zusammenspiel stammesgeschichtlich älterer Hirnstrukturen, die als limbisches System zusammengefasst werden (neuronaler Schaltkreis zur Gefühlsverarbeitung).
„Ungeregelt“? Die Chance für den Homo sapiens, der das bürokratische Know-how besitzt, um Regeln zu schaffen, die das alles in Ordnung bringt. 
Ein bißchen Zuversicht, bitte. Ansätze dazu gibt es ja.
Sonst bleibt noch das Requiem für den biologischen Irrläufer, die evolutionäre Mißgeburt.
Eines von Abermillionen Mehr-und Einzellern.
Täglich. Immerhin.
Die Evolution macht keine Fehler.
Die Evolution bringt Arten hervor, von denen die meisten nicht überleben.
Liya Yus Rat: statt Moralin zu verteilen, sind die kortikalen (Neocortex diszipliniert den Reptilienkomplex) Funktionen im vorderen Hirn zu nutzen.
Ein guter Rat.
Dazu gehört, Wut und ähnliche Artikulationen des Kleinhirns rechtzeitig als solche zu erkennen und zu unterdrücken.
Das vorab …
ich habe Liya Yus Buch noch nicht gelesen.